.

Viénn Valitaz

Viénn Valitaz, geboren 1983 in der Nähe von Weimar, studierte Betriebswirtschaft und arbeitete nebenbei in verschiedenen Bereichen, fand jedoch nirgends die erhoffte Abwechslung und Herausforderung. Erst nach Abschluss des Studiums und Eröffnung einer eigenen kleinen Firma, die es ihr ebenfalls ermöglichte in ihrer Freizeit wieder mehr zu schreiben, änderte sich dies. Im Jahr 2013 veröffentlichte sie ihr erstes Buch ‚Gotcha – Bitter Cognition‘, ein Psychodrama, beim AAVAA Verlag. Für 2014 ist die Veröffentlichung des zweiten Teils und für Anfang 2015 ein Roman aus dem Bereich Fantasy geplant. Momentan lebt und arbeitet sie wieder nah ihrer Heimatstadt, ist jedoch ebenso häufig unterwegs. Immer reisend, auf der Suche. Denn wie formulierte es Thomas Brasch bereits so treffend..

„..bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin.“

 

 

 

  •  Wann hast du angefangen zu schreiben?

Frühe Versuche sind eher im Sande verlaufen. Also habe ich eigentlich im Jahre 2008 angefangen. Vorher habe ich viel gelesen, nicht selten mehr Bücher als ich mir als Schüler und späterer Student leisten konnte. Demnach kam die Ambition zu Schreiben gar nicht so ungelegen, ich habe plötzlich sehr viel Geld gespart. ;)

  •   Was sind deine Beweggründe, zu schreiben?

Neugier. Sobald eine Geschichte beginnt, die Umgebung gezeichnet ist und die Charaktere agieren, möchte ich einfach wissen, wie es weitergeht.

  •  Hörst du dabei Musik? Oder brauchst du absolute Ruhe?

Vormittags, absolute Ruhe. Abends brauche ich Musik.

  • Welche Musik inspiriert dich?

Es kann Klassik sein, Trailermusik, Rock oder Metal. Immer abhängig vom Gefühl und der Stimmung im Text.

  •  Wie schreibst du lieber? Am PC oder klassisch mit Stift und Papier?

Am liebsten am PC. Wenn es nicht anders geht, ich unterwegs bin oder schnell zwischendurch eine Idee aufschreiben muss, greife ich auf die traditionelle Stift-Papier Methode zurück. Das erklärt dann auch die unzähligen Notizen und Zettel in meiner Umgebung.

  • In welcher Umgebung schreibst du am Liebsten?

In der Natur und in meinem Wohnzimmer, aber allzu viele andere Orte habe ich auch noch nicht versucht.

  •  Was tust du gegen Schreibblockaden?

Einfach etwas anderes tun, was ablenkt. Notfalls etwas anderes schreiben als das derzeitige Projekt oder ein paar Tage gar nichts schreiben.

  •  Was inspiriert dich?

Gespräche, Wälder und schöne Aussichten, ruhige Momente und Musik.

  • Wie ist der Entstehungsprozess deiner Geschichten?

Ich glaube, der lässt sich nur auf den ersten Blick übersichtlich darstellen. Von der Idee über die Charaktere (manchmal andersherum) zu einzelnen Schlüsselszenen und einer (Grund-)Aussage der Story zu den Details. Erst wenn ich die grobe Übersicht habe, plane ich einzelne Kapitel oder Zwischenszenen. Und meistens entwickelt sich das Geplante dann doch völlig anders, sobald die Charaktere und die Geschichte eine Art Eigenleben entwickeln.

  • Wie gut kennst du deine Charaktere?

Wahrscheinlich besser als mich selbst ;)

  • Und mit welchem würdest du dich am ehesten identifizieren/hast du am Meisten gemeinsam?

Pauschalisieren kann man das nicht wirklich. Man schreibt sich nicht selbst als Charakter in eine Story, aber es lässt sich nicht umgehen, dass die Charaktere immer auch etwas vom Autor mitgegeben bekommen. Immerhin sind sie so etwas wie seine gedanklichen Kinder.

  • Gefällt dir immer, was du schreibst (auch Jahre später noch)?

Schwer zu sagen, manches eher weniger. Aber das liegt hauptsächlich am Stil, der sich verändert, die Art wie man früher geschrieben hat, die Wortwahl. Letztendlich ist es sehr subjektiv, weil sich auch Ansichten mit der Zeit wandeln.

  • Wer sind deine Lieblingsschriftsteller?

Wen ich recht gut finde, ist Andreas Eschbach. Aber eigentlich gibt es so etwas wie einen Lieblingsschriftsteller nicht.

  •  Was sind deine Lieblingsbücher?

Lieblingsbücher habe ich ebenso wenig. Es gibt bei mir inzwischen so etwas wie zwei Kategorien von Büchern. Die, die ich gern lese und auch beende. Und die, die ich nicht beende. Leider gehören die wenigsten zur ersten Kategorie. Lieber lese ich für die Recherche von Hintergründen für Stories und Bücher.

  • Wie arrangierst du das Schreiben mit Job und Familie?

Ich bin selbständig, was heißt, ich kann mir schon ab und an etwas Zeit fürs Schreiben nehmen. Auf Familie muss ich da keine Rücksicht nehmen, da ich schlichtweg keine habe.

  •   Ist das Glas für dich eher halb voll oder halb leer?

Kommt darauf an, ob gerade erst eingeschenkt oder bereits getrunken wurde. ;)

  • Was ist für dich der Sinn des Lebens?

Die Suche danach, das Streben und die Erfüllung von Zielen auf dem Weg dahin.

  • Beschreibe dich mit drei Worten.

Selbständig, kreativ, sprunghaft.

  •  Wie lautet dein Motto?

„Working hard for something we don’t care about is called stress; working hard for something we love is called passion.” ~ Simon Sinek

 

 

Was ich habe, will ich nicht verlieren, aber

wo ich bin, will ich nicht bleiben, aber

die ich liebe, will ich nicht verlassen, aber

die ich kenne, will ich nicht mehr sehen, aber

wo ich lebe, da will ich nicht sterben, aber

wo ich sterbe, da will ich nicht hin:

Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin.

 

- Thomas Brasch